Kunst, Kanäle, Chaos – Kursfahrt nach Venedig
Venedig ist berühmt und berüchtigt für Pizza, Pasta, Paläste & alte Architektur, Tauben, Kanäle, Touristenmassen und natürlich Kunst. Sehr viel Kunst. Auf der Kursfahrt der Kunst-Leistungskurse nach Venedig haben wir neben Museen eine einzigartige Stadt erkundet, die mehr ist, als die vielen Klischees vermuten lassen.
Venedig – Brücken, Boote, Biennale:
Venedig ist magisch. Die einzigartige Architektur, angepasst an die geografischen Gegebenheiten (sehr viel Wasser) ist unglaublich beeindruckend. Häuser in Abstufungen von Terrakotta- und Ockertönen geben der Stadt eine warme Aura. Türkise Kanäle durchziehen die gesamte Stadt. Innerhalb eines 30-minütigen Spazierganges durch Venedig muss man daher mindestens 20 Brücken überqueren und um 40 Ecken gehen, wie in einem riesigen Labyrinth.

In Berlin wie in Venedig trifft man auf Touris, nur in Venedig konzentrieren diese sich auf die bekannten Sehenswürdigkeiten wie den Markusplatz, den Canal Grande, die Rialtobrücke, die Seufzerbrücke und jede andere Brücke oder jeden beliebigen Kanal, der auf einem Foto gut aussehen könnte.
Viel interessanter waren die verwinkelten, fast schon klaustrophobisch engen Gassen, abseits der Zentren. Wer es wagte, die Stadt intensiver zu erkunden, konnte kleine versteckte Läden, Restaurants oder Kunstausstellungen in verborgenen Hinterhöfen oder Kathedralen finden.
Da Venedig scheinbar zu komplex für Google Maps war, musste man sich oft auf die öffentlichen Verkehrsmittel verlassen. Kleine oder größere Schiffe (Vaporetto oder plural Vaporetti), die wie ein „Bus“ durch die Kanäle fuhren, boten eine wunderschöne Aussicht auf die Stadt und die Gelegenheit für einen Augenblick herunterzukommen.
La Biennale di Venezia – Kunst, Kunst, Kunst, Kunst, Kunst, Kunst, Kunst, Kunst, Kunst, Kunst, Kunst, Kunst, bis der Kopf sich dreht.
Die gesamte Stadt war belebt und voller Pavillons, kleiner Kirchen, Museen oder Kulturstätten in den eine Auswahl von Werken eines Landes ausgestellt wurden.

Zudem haben wir den „Giardini“ besucht, eine riesige Grünfläche im historischen Zentrum von Venedig und eines der zwei Hauptzentren der Biennale (eine der international relevantesten Kunstveranstaltungen). Das Motto “In Minor Keys”, welches über der Veranstaltung stand, wurde von jedem Land unterschiedlich originell interpretiert oder auch professionell ignoriert. Im Giardini haben wir beispielsweise Pavillons von Island, Kanada, Japan und Deutschland angesehen und über manche, wie den Pavillon von Dänemark, kontrovers diskutiert.
Die „Arsenale“, eine alte Werft, war der zweite Schwerpunkt der Biennale und zeigte unter anderem die beeindruckenden Pavillons von Indien und China.
Highlights waren die Peggy Guggenheim Sammlung, unter anderem mit Werken von Picasso und Max Ernst sowie die Ausstellung von Jenny Saville. Diese war extraordinär und überaus inspirierend für das Malereisemester.


Bei so viel Programm und Kunst auf einmal brauchten die meisten nach der Fahrt erst einmal einige Tage Kunst-Detox.
Freizeit, Pizza und Pasta:
Am meisten Spaß hat wahrscheinlich die Freizeit gemacht – in Ruhe die Stadt erkunden, den Strand besuchen und Tonnen an italienischen Keksen und Snacks kaufen. Mittags und abends natürlich Pizza und Pasta und dazu eine heilige Lemon Soda, was sonst? Zwischendurch ein Gelato und nicht vergessen, ein paar Fotos und Skizzen von Stadt und Menschen anzufertigen.
Auf der gesamten Kursfahrt haben wir ein kleines Skizzenbuch geführt und in der Freizeit bearbeitet. In unserem Hostel, im mehr oder weniger magischen Vorort Mestre, haben wir neben Billard spielen auch sehr intensiv an unseren kleinen Meisterwerken gearbeitet.


Was dabei entstanden ist, könnt Ihr demnächst auf der Vernissage des Kunst Leistungskurses begutachten. Nur so viel, es wird teilweise sehr spontan und mystisch.
Text von Elmo T. Kunst-Connaisseur und -Aficionado
(Elmo T. Q3)


